„Zwischen den großen Schauplätzen der Menschheit wie dem Garten Kepos des Epikur, dem Taj Mahal oder der Fössebadsauna wird Stroganows Kiosk sicher einmal zum Weltkulturerbe der Menschheit gehören."
Stroganow gehört zum Lindener Stadtbild wie die drei warmen Brüder. Die seit dem Jahr 2000 allmonatlich im Lindenspiegel erscheinenden Glossen um den politisch korrekten Kioskbesitzer Stroganow, den Dauerpraktikanten Bülent Mittelschmidt und Flenter selbst als nörgelnden Beobachter gibt es nun gesammelt als Buch.
Erhältlich ist es für 10,00 Euro unter www.limetrees.de oder im örtlichen Buchhandel.
Der Druck des Buches wurde durch die freundliche Unterstützung des Stadtbezirksrats Linden-Limmer ermöglicht.
Das Coverfoto steuerte der Lindener Fotograf und Medienkünstler Hendrik Nölle bei: www.klicker.de
Argus Printmedia Verlag UG, Hannover
ISBN-10: 3981487001
ISBN-13: 978-3981487008
Eng an der Innenhaut der Sprache lotet Flenter die Möglichkeiten von Glück in den Faust gewordenen Städten aus, immer auf der Suche nach augenblicken, in denen die Worte zu funkelndem Staub werden. Momente der Heimat von unterwegs, aus Hamburg, Lissabon, Berlin, Bratislava und anderen Städten.
Kersten Flenter erzählt Geschichten von Menschen, die versuchen, einen Überblick über das eigene Leben zu gewinnen, in dem sie vielfach nicht mehr wissen, ob sie noch auf der Suche oder bereits auf der Flucht sind. Geschichten von geheimen Gelüsten, Kuckucksmüttern, peinlichen Gewinnern oder Männern, die ihr Leben unter einem Tisch verbringen.
Vielen der hier versammelten Erzählungen ist ihre Entstehung im Rahmen der Produktion für Lesebühnen anzumerken – energetisch, skurril und merkwürdig komisch zeigen sie, wie nah Melancholie und Slapstick in einer medial irritierten Welt beieinander liegen. Nach „Dominante Versager“ (2003) und „Privilegierte Verlierer“ (2005) schließt sich hier Flenters Trilogie der alltäglichen Grotesken.
Vom Feuilleton ignoriert, vom Publikum gefeiert ... 14 kleine Herzattacken zwischen Suche und Flucht, Desaster und Zufall. Flenters Gedichte sind mittlerweile in folgende Sprachen übersetzt: Englisch, Russisch, Französisch, Portugiesisch, Slowakisch, Kurdisch, Polnisch
Hart am Wasser gebraut Lindens Zukunft? Stroganow hat Visionen:
Die Pole schmelzen und die Nordsee reicht bis kurz hinter Limmer Linden wird Seehafen. Man wird in Kraftfahrzeugen kein Erdöl verbrennen weil keins mehr da ist. Wir werden die intelligentesten
Kinder haben denn bei den paar Kids bekommt jedes seinen eigenen Lehrer. Kein Mensch belebt die Strassen weil alle im Linden-Park sind. Und nach der erfolgreichen Umwidmung der Limmerstrasse wird
nun die Ihme Fußgängerzone. Sie ist ungefähr genau so geeignet.
Ob die Geschichte gut ausgeht?
Lindemann ahnt: Manche gehen in die Geschichte ein manche gehen and er Geschichte ein.
"... liefert das, was Flenter-Texte liebenswert macht: gut beobachtete Episoden aus dem Alltag (...)" (Ernst Corinth, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 7.12.05)
"...kluger Geist, offene Sinne, Blick auf die Politik gewürzt mit Sprachpfeffer. Sozialkritisch, menschlich, mit Hoffnung, Witz und Grütze: so soll das sein." (Ni Gudix in Morgana, Leipzig)
"Flenter ist der poröse Stein im Popkulturbecken, der die gewollte Glätte des Kulturbetriebes mit kratzigen, herzerweichenden Tönen und seiner Stromgitarre zerbricht." (Rilleralleradio, Erfurt/Leipzig 24.03.2006)
Kersten Flenters Bücher sind immer kleine Überraschungen, und sein neuer Roman ist es auch: Mit „Privilegierte Verlierer“ erscheint im Dezember 2005 der lang erwartete Nachfolger des zum Lindener Kultbuch avancierten „Dominante Versager“. Und weil letzteres bereits lange vergriffen ist, gibt es statt einer Neuauflage nun beide Romane in einem Band. Wieder hat Flenter urbane Grotesken um mehr oder weniger liebenswerte Mitmenschen zu einem chaotischen Patchwork-Roman verflochten, Grotesken um Portugal, Sex, Verbrechen, Liebe, Linden und Leichtathletik. Neben Flenters beliebten Helden Stroganow und Ina spielen diesmal u.a. ein Anwalt, ein Gemüseliebhaber und ein Verlagsmogul nicht unerhebliche Rollen. Der Alltag bleibt philosophisch und schrill.
Neu! Der lang vergriffene Roman ist jetzt auf www.xinxii.com als eBook erhältlich!
"Flenters Texte erhalten bekanntlich nicht zuletzt durch ihren Vortrag ihren pointierten Witz, so dass diese CD ein äußerst genüssliches Stück Literatur zum Hören ist." (Morgana, Leipzig)
"...lakonisch und mit viel Groove. Manches hat die Wucht eines Kinnhakens, k.o. nach einem Satz. "Ich lebe in Deutschland aber / viele sagen, ich sehe jünger aus" Berliner Morgenpost.
"feinsinnig geformte Betrachtungen und eine selten geworden aufrichtige Stimme. Und nebenbei sind diese Texte auch noch große Poesie." Blitz, Leipzig
"Die soziale Kälte und die Langeweile auf dem Asphalt und in den Köpfen schaut Flenter den Leuten im Alltag ab wie kein Zweiter" Stadtkind, Hannover
Dominante Versager lauern überall, an der Fleischtheke, in U-Bahnen, hinter Fahrkartenschaltern - Leute, die in den entscheidenden
Augenblicken des Lebens Macht über dein Schicksal gewinnen. Das fühlt sich oftmals sogar richtig echt an. Oder ist es doch so, dass die eingestürzten Twin Towers nur ein Trick David Copperfields
sind?
Live-Mitschnitt einer Lesung in der Reihe "Fliegenköpfe" am 9.5.2003 in der Druckerei Interdruck, Hannover, , aufgenommen und produziert von Matthias Göke.
Tracklist:
Zurück in den Straßen aus Zorn und Trauer / Ein anderes Bündnis gegen Arbeit / Der Umweltsheriff / Die Domino-Idiotie/ Schlangen in der Servicewüste
Pressestimmen zur Buchvorlage (Original vergriffen, 2. Auflage zus. mit "Privilegierte Verlierer")
"Privilegierte Verlierer allesamt, und ursympathisch, immer auf der Suche nach Augenblicken, die die Jahre nicht schlucken können. Ein Buch dass viele überhaupt nicht erwartet haben, aber die Mehrheit hat darauf gewartet." - Lindenspiegel, 11/02
"Sehr urban, sehr Linden, sehr komprimiert." Hannoversche Allgemeine Zeitung, 19.11.02
"Großartig!" Schädelspalter, 01/03
"Schräg, eigenwillig, unangepasst - Underground" (...) "fein ausgezirkelte Real-Satire" (Hannoversche Neue Presse, 07.01.03
"Dieses Patchwork urbaner Grotesken zeichnet die verlustreich, aber mutig verbrachten Jahre einer verlorenen Generation nach, die zerfressen von Selbstüberschätzung und weichem Drogenmissbrauch immer noch trotzig gegen all die Weicheier protestiert, die heute schon mit zwanzig an der ersten Kontomillion basteln." - Johannes Schulz auf Radio Flora, 13.11.02
Pressestimmen:
"Junkie-Ufer lotet tief am Abgrund der menschlichen Seele den merkwürdigen Raum zwischen Traum und Wirklichkeit aus. Flenter findet mit seiner unverblümten, aber trefflich illustrierenden Sprache einen Weg, auch der Gefühlslosigkeit noch Gefühl zu entlocken." (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 1.2.2000)
"In eindrucksvollen Bildern und eher düsteren Farben gehalten, ist "Junkie-Ufer" ein Dokumentarfilm von der B-Seite des Lebens" (Amir Shaheen im Stadtmagazin Krefeld, Juni 2000 )
"Er (Flenter) thematisiert vor allem Wahrnehmung (inklusive Vorurteile), den Betrug des Auges und anderer Sinne. Sein Prismenglas ist unerbittlich." (Junge Welt, März 2000)
"Konsequente Underground-Poesie, die Kersten Flenter so gnadenlos wie stilsicher durchexerziert - wofür Kompromisse?" (1/4 Vor, das Magazin aus Köln, Juni 2000)
"Geschichten aus der Gegenwelt. In seinem neuen Buch "Junkie Ufer" erzählt der hannoversche Autor Kersten Flenter von Existenzen jenseits der Spassgesellschaft (....), die von Flenter mit schnörkellosem und kraftvollem Großstadtatem geschildert werden."(PRINZ Hannover, März 2000)
"Flenter schreibt in einer Sprache, in der die Bilder und Metaphern unverbraucht und lebendig sind, er ist ein sehr genauer Beobachter, der grosse Zusammenhänge und winzige Einzelheiten in eine unmittelbare Beziehung zu setzen weiss. (...) ... ein guter Geschichtenerzähler mit Herzblut." (Literaturkritik.de, Juni 2000)
"Flenters Sprache ist direkt, zuweilen krass, und doch bleibt sie immer auch poetisch. Seine Charaktere sind glaubwürdig, und die Realität scheint deutlich durch sie hindurch." (Schädelspalter, April 2000)
"Flenters Beschreibung besticht durch eine außergewöhnliche Intensität (...). Ein beeindruckendes Buch, das weh tut." Internet-Magazin Lit4U
Vergriffene Titel:
1993
Zappen im Kaltland-TV
(Stories, Isabel Rox Verlag Essen)
1995
Drei Akkord Hinterhofträume
(Gedichte, Ariel Verlag Riedstadt)
1996
Friß dieses Land
(Gedichte mit Illustrationen von Harald Goldhahn, Bunte Raben Verlag Lintig-Meckelstedt)
Die verschwendeten Jahre
(Erzählungen, Ariel Verlag Riedstadt)
1998
Roadhouse 30451
(Gedichte mit Illustrationen von Harald Goldhahn,edition roadhouse Hannover)